Schlittschuh - Club Langenthal

MITTWOCH, 8 September 2010

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SCL verabschiedet sich als zweiter Sieger

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Datum: 08.03.2010

Nach einer langen und schönen Playoff-Serie gegen den EHC Olten scheidet der SCL nach einem packenden Showdown mit 3:4-Siegen aus. Das Team reagierte auf eine magere Qualifikation und war die Mannschaft, die am fünftlängsten durchhielt.

Basel und La Chaux-de-Fonds hatten sich nach vier, respektive fünf Spielen aus der Saison verabschiedet. Ajoie und Langenthal schieden nun im siebten und letztmöglichen Spiel aus, da das Spiel zwischen Lausanne und Ajoie aber eineinhalb Stunden vor jenem in Olten begonnen wurde und die Waadtländer sich mit 3:0 Toren durchsetzten, waren bald nur noch fünf NLB-Teams in der laufenden Saison 2009/10 aktiv. Zuletzt sollte auch Langenthal im Viertelfinale ausscheiden. Sieger in der packenden und engen Serie war der Sport, diese Playoff-Reihe ohne grössere Ausschreitungen war beste Werbung für das Eishockeyschaffen im Mittelland.

Packender Spielstart
Mit viel Emotionen und beidseits guten Chancen war das Derby zügig lanciert. Keine drei Minuten waren gespielt und beide Teams hatten je eine gute Möglichkeit verbucht und auch zu derbyüblichem «Gedränge» war bereits geladen worden.
In der 14. Minute zeigten beide Teams je einen «Hochkaräter», Himelfarb hatte jene für das Berner Team auf dem Stock, anschliessend entschärfte SCL-Keeper Marc Eichmann für sein Team.
Wenig später trat Langenthal erneut gefährlich vor Olten-Goalie Urban Leimbacher auf. Die Solothurner wirkten in dieser Phase müde, stark waren die beiden ersten Linien zuletzt forciert worden. Auch dieses Drittel endete torlos – so wie die drei vergangenen im Schoren. Dies bedeutete zugleich, dass das Berner Team in den letzten 173:34 Minuten nur noch ein Gegentor kassiert hatte.

Enges Mitteldrittel
In der 22. Minute sicherte Eichmann seinem Team das 0:0 in Unterzahl, in dem er sowohl ein Oltner-Geschoss parierte und sich auch nicht durch das Nachdoppeln bezwingen liess.
Hart umkämpft war auch das zweite Drittel. Einmal mehr gelang es, Oltens Lebensversicherung Jeff Campbell und Brent Kelly zu neutralisieren, beide liessen ihre Gefahr durchschimmern, doch entfalten konnten sich die beiden nie. Verschiedentlich sorgte der SCL für Gefahr vor dem Oltner-Tor, ein sehr schneller Kevin Estrada sorgte da und dort für Unruhe in der Hintermannschaft des Heimteams. Auch dieser Spielabschnitt endete torlos, somit hatte Langenthal in den letzten 193:34 Minute nur noch ein Gegentor einstecken müssen.

Olten tankt sich durch
In der 45. Minute verstrich zuerst eine Oltner Grosschance, im Nachsetzen dann leuchtete die rote Lampe hinter dem SCL-Tor – in 197:42 Minuten hatten die Oberaargauer nur ein Tor kassiert, nun war die Scheibe wieder im Gehäuse versenkt worden. Dieser Rückstand schien vorentscheidend, auch wenn noch genügend Zeit zum Ausgleich vorhanden war. Ähnlich wie im sechsten Spiel in dieser Phase schien ein einziges Tor wesentlich mehr zu bedeutend, als im Normalfall im Eishockey.
Den Reaktionen im Publikum war anzumerken, wie gross die Last war, die dem Anhang des Heimteams nach diesem Tor von den Schultern fiel. Der SCL hatte den souveränen Qualifikationszweiten in eine deutlich engere Serie verstrickt, als gemeinhin angenommen wurde. Als schliesslich Cyrill Aeschlimann 72 Sekunden vor Schluss zum 2:0 traf, war die Serie entschieden.

Campbell und Kelly
In Kritik geraten waren die Oltner-Kanadier Jeff Campbell und Brent Kelly, nachdem sie nach aussen hin blass und wirkungslos geblieben waren. Nun, nach dem Ende der Serie, kann dieses Geheimnis gelüftet werden – es war nicht Lustlosigkeit oder dass weil sie bereits in Langenthal unterschrieben hatten; dass die beiden kaum mehr etwas zustande brachten lag an Silvan Lüssy, Stephan Moser und Yannick Bodemann. Taktiker Heinz Ehlers «opferte» die Linie um Captain und Topskorer Silvan Lüssy, die sich «hauptberuflich» einzig und allein darauf konzentrierte, die Formation Aeschlimann, Campell und Kelly nicht zur Entfalltung kommen zu lassen. «Es sei hart gewesen», habe Kelly Moser nach dem Showdown gesagt. In den letzten beiden Matchs war dieser Formation schlussendlich nur ein Tor gelungen und auch sonst fand diese Paradelinie nie zu ihrer gewohnten Produktion.

197:42 Minuten, ein Gegentor – fürs Geschichtsbuch*
197:42 Minuten, ein Gegentor: Während 197:42 Spielminuten kassierte der SC Langenthal nur ein Gegentor, in dieser Zeit wurden fünf Punkte, respektive zwei Siege eingefahren; wobei Punkte einfach in der «ewigen Rangliste» verbucht werden, nicht aber in den Playoffs.
36:35 lautete das Schussverhältnis zugunsten des SC Langenthal, Olten war somit vor dem Tor effizienter.

Daniel Gerber

Foto von Sandro Stutz, www.sast-sport.com

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