Schlittschuh - Club Langenthal

MITTWOCH, 8 September 2010

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2:5 nach 1:0 – heute lügt das Resultat

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Datum: 06.02.2010

2:5. Ein bitteres Resultat prangte zuletzt auf der Anzeigetafel. Ein Resultat, welches die Besucher eiskalt belog. Ein schneller, forscher SC Langenthal war ebenbürdig. Ein „reingwürgtes“ 2:3 sowie zwei Treffer ins leere Gehäuse führten zum „eindeutigen“ 2:5.

Der Match begann dreissig Minuten verspätet. Wegen einem schlimmen Unfall zwischen Courrendlin und Delémont hatte die Polizei dem Chauffeur des SCL-Cars eine andere Route empfohlen, jene über Gorges du Pichoux. Nicht einberechnet war, dass auf dieser Strecke ein Tunnel liegt, der zu wenig hoch für den Mannschaftsbus war. Als das Gefährt schliesslich buchstäblich vor „vollendeten“ Tatsachen stand, fand sich zudem keine geeignete Stelle um den Koloss zu wenden, deshalb musste der Fahrer rund zehn Minuten rückwärts fahren. Ein SCL-Athlet dokumentierte auf „Facebook“, dass das Team im Jura feststeckt.

SCL startet überlegen
Überlegen starteten die Langenthaler in die Partie im Stadion Voyeboeuf. Immer wieder drängten die Gelbblauen den HC Ajoie in dessen Abwehrzone. Mit erfrischendem Offensivhockey sorgten die Oberaargauer für viel Verkehr und Gefahr vor Goalie Michael Dupont. Dieser wurde schliesslich im Power-Play bezwungen, der SCL führte durch das Tor des Kanadiers Eric Himelfarb, der ein Zuspiel von Serge Meyer verwertete.
Durch eine gesunde Aggressivität in der Offensive und durch ein effizientes Forechecking wurde dem Heimteam das Leben schwer gemacht.

Die Wende
Ajoie zeigte sich in den letzten Jahren insbesondere auf eigenem Eis stets gefährlich – und der Tabellenvierte duelliert sich mit dem drei Punkte entfernten HC Sierre um das Heimrecht in den Viertelfinals. Entsprechend animiert kehrten die Nordwestschweizer aus der ersten Drittelspause zurück. Mit zwei Toren in fünf Minuten wendete das Team von Trainer Réal Paiement das Geschehen zur Spielmitte; Jordane Hauert und James Desmarais schossen den HCA in Führung.

1:2, 2:2, 2:5
“Wir müssen in Ajoie 60 Minuten stark spielen”, sagte Eric Himelfarb im Vorfeld. Vor zwei Wochen habe man gleichenorts ein Drittel stark gespielt und im Mitteldrittel dann aber drei Gegentore eingefangen – darunter das „Phantomtor“ zum 1:0.
Abgefertigt war der SCL mit dem Rückstand jedoch nicht, im Schlussdrittel jubelten wieder das Berner Team. Stephane Moser glich aus und brachte seinen Club wieder auf Punktekurs – bis drei Minuten vor Schluss war die Partie ausgeglichen 2:2.
Zuletzt feierte Ajoie dennoch einen Sieg mit drei Toren Vorsprung: in einem „Gewurstel“ vor Goalie Raffael Walter versenkte Stéphane Roy die Scheibe, anschliessend trafen die Westschweizer zweimal ins leere Tor.

Noch 240 Minuten
Man habe einen guten Match gespielt, sagte Goalie Raffael Walter, der verschiedentlich souverän eingeschritten war. Die Oberaargauer zeigten eine deutliche Steigerung zum Spiel gegen Thurgau (4:1) und jenem in Olten (2:6). Walter: „In den ersten zwanzig Minuten standen wir gut in der Defensive, im zweiten Drittel auch.“ Man müsse so weiterspielen und eine Steigerung suchen. Noch vier Matchs, oder 240 Minuten (mit Verlängerungen maximal 260 Minuten), dann beginnen die Playoffs. „Man kann da nicht einfach einen Schalter umlegen, das geht nicht.“ Bereits jetzt müsse man in Form kommen, diese stieg nun in den letzten beiden Matches, es gebe aber noch Dinge, die man verbessern müsse, man wisse, dass es in die entscheidende Phase gehe. Mit seiner eigenen Leistung sei er „nicht unzufrieden aber auch nicht zufrieden.“

20.-Randegger-Assist – fürs Geschichtsbuch*
20.-Randegger-Assist: Gian-Andrea Randegger spielte den ersten Assist zur 2:0-Führung des SCL. Dies war sein 20. Assist, den er für den SC Langenthal spielte.
6 Fans: Im Gäste-Fan-Sektor standen sechs Langenthal-Fans, als das 2:2 fiel (generell werden die Spiele in der Ajoie ungern besucht, weil man in SCL-Fankleidung nicht auf die Tribüne gelassen wird). In diesem Moment übertönten die sechs den Rest der 1535 Zuschauer.

Daniel Gerber

* Bei Stürmer werden die 50er Schritte vermerkt (50. Tor, 50. Assist und 50. Punkt), bei Verteidigern die 10er Schritte. Bei den Strafminuten und Anzahl Spielen werden bei allen Spielern die 50er Schritte vermeldet.

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