SCL mit Last-Second-Sieg

Zehn Sekunden vor dem Penaltyschiessen entscheidet der SC Langenthal das Duell gegen die GCK Lions für sich. Nach drei Niederlagen in vier Spielen vor der Pause kehrt der SCL damit auf die Siegesstrasse zurück.

Der SC Langenthal führte 2:0 und 3:1 konnte aber zuletzt nicht drei Punkte nach Hause bringen. Es gelang den aufsässigen GCK Lions, den Gastgeber ins die Verlängerung zu drängen. In dieser aber sicherte sich der SCL den Zusatzpunkt und einen Auftaktsieg nach der Nationalmannschafts-Pause.

Sterchi mit Eleganz
Läuferisch schnell und mit viel Schwung zeigen sich die GCK Lions immer wieder gefährlich in der SCL-Abwehrzone. Mehrfach muss Goalie Philip Wüthrich klärend eingreifen, da sich die jungen Zürcher immer wieder gute Schuss-Positionen erarbeiten.
Da und dort ist aber auch die noch etwas fehlende Routine auszumachen sowie der ein und andere Abstimmungsfehler, wenn zum Beispiel ein Pass an die blaue Linie ganz einfach aus dem Drittel zischt. Gleichzeitig zeigt der SC Langenthal, dass er nach der Durststrecke vor der NL-Pause gewillt ist, wieder Zähler zu holen. Es ist Lions-Keeper Robin Zumbühl zu verdanken – der sein erstes ganzes Spiel in der Swiss-League bestreitet – dass der SCL einige Zeit auf den ersten Treffer warten muss: Dieser fällt, als Captain Stefan Tschannen bei einem zügigen Angriff zwischen ein, zwei Gegner hindurch Simon Sterchi anspielt, der alleine vor Zumbühl steht und die Scheibe mühelos an ihm vorbei zur 1:0-Führung einschiesst.

Tschannen trifft im richtigen Moment
Der SC Langenthal erhöht kurz nach der ersten Pause auf 2:0, dies nach einer schnellen Kombination vor dem Tor der Zürcher. Topskorer Andrew Clark hebt die Scheibe von etwas ausser dem Torraum sehenswert ins Gehäuse.
Enteilen kann das Team von Trainer Jeff Campbell dennoch nicht: Zur Drittelsmitte enteilt Antonio Rizzello. Zwar wird er noch gefoult, kann die Scheibe aber – bei angezeigter Strafe – noch im Gehäuse zum 1:2-Anschluss unterbringen.
Den erneuten Ausgleich lässt das Heimteam aber nicht zu: Nur zwei Minuten später liegt der SCL wieder um zwei Längen vorn – im Power-Play trifft Stefan Tschannen.

Puck ins Tor gearbeitet
Einen Hockeyleckerbissen, dies sei neidlos anerkannt, liefert Kaj Suter im Schlussabschnitt zum 2:3-Anschluss. In Überzahl hämmert er nach einem schnellen Seitenwechsel direkt aus dem Winkel unter die Latte, anschliessend spickt die Scheibe wieder aus dem Gehäuse – das Duell ist wieder eng … und kurz vor Schluss sogar wieder ausgeglichen. Zwar übersteht der SCL ein Power-Play doch als die Lions den Goalie rausnehmen und durch einen sechsten Feldspieler ersetzen, arbeitet die Mannschaft von Trainer Michael Liniger die Scheibe dennoch ins Tor zum 3:3-Ausgleich.

Maret entscheidet
In der Verlängerung fahren beide Clubs gefährliche Angriffe, dann aber kippt der Vorteil in Richtung SCL: Die GCK Lions kassieren rund zwei Minuten vor Ablauf der Verlängerung eine Zweiminuten-Strafe, wodurch das Spiel-Geschehen in erster Linie vor dem Gäste-Tor stattfindet. Die Scheibe zirkuliert zügig, doch die Spieler warten ab, bis sich die Lücke findet. Dies dauerte bis vier Sekunden vor Ablauf der Strafe und zehn Sekunden vor Schluss – dann traf Mathieu Maret von der blauen Linie aus an Freund und Feind vorbei zum 4:3-Sieg in der Verlängerung.

Stimme zum Spiel
SCL-Verteidiger Luca Christen: «Wir starteten gut nach der National-League-Pause, es ist nicht leicht nach einem so langen Unterbruch. Über das ganze Spiel gesehen waren wir nicht schlecht aber auch nicht gut genug. Wenn man 3:1 daheim führt, sollte man das über die Runden bringen und cleverer spielen. Am Schluss haben wir gewonnen, aber das Ziel wäre gewesen, nach 60 Minuten zu siegen.»

99. Christen-Spiel – fürs Geschichtsbuch
99. Christen-Spiel: Luca Christen trägt sein 99. Meisterschafts-Spiel für den SC Langenthal aus. Somit steht er vor seinem 100. Duell für den SCL.

Text: Daniel Gerber
Foto: Leroy Ryser

SC Langenthal – GCK Lions 4:3 (1:0, 2:1, 0:2, 1:0) n.V.
Schoren. – 1938 Zuschauer. – SR: Eichmann/Gäumann, LN: Wermeille/Burgy. – Tore: 18. Sterchi (Tschannen) 1:0. 24. Clark (Rüegsegger, Müller) 2:0. 31. Rizzello (Meier/Strafe angezeigt) 2:1. 33. Tschannen (Kummer, Christen/Teamstrafe gegen GCK Lions) 3:1. 48. Suter (Riedi/Ausschluss Küng) 3:2. 60. (59:12) Riedi (Backman, Geiger) 3:3. 65. (64:50) Maret (Kummer, Küng/Ausschluss Chiquet) 4:3. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Langenthal. 5mal 2 Minuten gegen die GCK Lions. 
SC Langenthal: Wüthrich; Müller, Christen; Weber, Pienitz; Henauer, Maret; Guggenheim, Bircher; In-Albon, Clark, Rüegsegger; Tschannen, Kummer, Sterchi; Gerber, Kläy, Küng; Dähler, Nyffeler, Gyger.
GCK Lions: Zumbühl; Meier, Geiger; Braun, Landolt; Peter, Widmer; Huber; Chiquet, Backman, Hayes; Rizzello, Suter, Berni; Riedi, Fuhrer, Puide; Mathew, Hardmeier, Hinterkircher; Marchand.
Bemerkungen: SC Langenthal ohne Benik, Melnalksnis, Walz, (alle verletzt), Seydoux (krank), Derungs (gesperrt) und Suleski (Partnerteam). GCK Lions ohne Andersson, Burger, Büsser und Sidler (alle verletzt). 27. Pfostenschuss Rüegsegger. 41. Pfostenschuss Clark. 55. Pfostenschuss Braun. 58:48 bis 59:12 GCK Lions mit sechstem Feldspieler statt Goalie Zumbühl. 63. Time-out Langenthal.


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MI,18.12.2019, 19:45 Uhr, Bossard Arena
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SA, 7.12.2019, 17:30 Uhr, Schoren
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