Zweite Niederlage im Wallis

Langenthal geht in Visp stark dezimiert unter. Das erste Spiel in der Lonza Arena war aber nicht nur wegen der 2:7-Niederlage speziell. Vor der Partie musste die Halle geräumt werden.

Die erste Partie in der Lonza Arena startete wegen einem Feueralarm in der Halle 30 Minuten später. Bis festgestellt werden konnte, dass kein Feuer ausgebrochen war, spielten die Oberaargauer ein bisschen länger Fussball, ehe das Einlaufen um 17 Uhr weitergehen konnte. Um 18.15 Uhr dann startete die Partie und zu diesem Zeitpunkt schienen die Teams tatsächlich warm, denn ohne grosses Vorgeplänkel ging es los. Nach nur anderthalb Minuten wurde Andrew Clark für einen Check gegen Sandro Wiedmer unter die Dusche geschickt, Visp traf in den folgenden fünf Minuten gleich doppelt. Langenthal aber erholte sich rasch – oder vor allem Robin Nyffeler. Der Youngster erzielte nämlich den Ausgleich gleich selbst, das erste Tor gelang ihm sogar noch in Unterzahl und beim zweiten Erfolg lief er neben dem zum Stürmer «beförderten» Mika Henauer auf. Dario Kummer hätte dann kurz vor der Pause bei einem Pfostenschuss sogar noch auf 3:2 stellen können, alles in allem war nach einem ereignisreichen Drittel, zahlreichen Strafminuten und vier Toren aber klar: Die beiden Teams hatten sich eine Pause verdient. 

Visp effizienter
Dass beim SC Langenthal neben den bereits bekannten Abwesenden auch noch Stefen Tschannen krankheitsbedingt ausfiel und Andrew Clark unter die Dusche musste, merkte man. Eine bleibende Linienzusammenstellung hatten die Oberaargauer nicht, Jeff Campbell wechselte wild durcheinander. Gestört hatte das offensichtlich niemand, denn eigentlich spielte Langenthal zu einem grossen Teil passabel. Es war aber der EHC Visp, der letztlich zwei Mal in diesem Abschnitt jubelte, während es Langenthaler versagt blieb. Ein Konter und ein Ablenker sollte zu den Toren von Dario Burgener (28.) und Andy Furrer (37.) führen, in der 12. Drittelsminute hätte Vincenzo Küng bei einer Grosschance ausgleichen können, er brachte aber die Scheibe nicht unter Kontrolle. Allgemein profitierten die Oberaargauer zu wenig von ihren Powerplaychancen und von sonstigen Torschüssen.

SCL wird gekantert
Angenehmer war dann aber auch das letzte Drittel nicht. Langenthal spielte in Anbetracht der Möglichkeiten nicht einmal wirklich schlecht, Visp aber war weiterhin effizienter. In Überzahl sorgte Andy Ritz nach 104 Drittelssekunden bereits für das 5:2. Auf der Gegenseite zeigte zudem Reto Lory eine ganz starke Leistung, Weitschüsse entschärfte er zu Hauf und scheinbar mühelos. Langenthals Auftritt wurde in der Folge nicht besser, eher gar schlechter. Die Beine schienen müde, während bei Visp alles gelang. Letztlich stand es auch dank zwei weiteren Toren während Visper Powerplaysituationen 7:2. Damit ist klar: Der SCL kassiert in dieser Woche nicht nur die zweite Niederlage im Wallis, sondern kassiert in der neuen Lonza Arena auch noch eine Kanterniederlage von sieben-zu-zwei Toren.

Seitenblick – Schlusslicht schlägt Leader 
Auch der HC Ajoie dürfte froh sein, dass nun die Nationalmannschaftspause ansteht. Nach unwiderstehlichen Wochen wurde der Leader zuletzt ein bisschen auf den Boden der Tatsache zurückgeholt und nun verliert das Team von Gary Sheehan auch noch gegen Schlusslicht Biasca. Beim 3:2-Sieg führen die Tessiner zwischenzeitlich mit 3:0, die Aufholjagd mit Toren von Devin Muller und Jonathan Hazen startet Ajoie dann aber zu spät.

Stimme zum Spiel:
SCL-Stürmer Robin Nyffeler: «Wir haben heute viel zu viele Strafen kassiert. Wir müssen die Beine besser bewegen und zudem haben wir zu wenig Druck gemacht. Sie hatten dann auch noch ein gutes Powerplay mit drei Torerfolgen. Dabei hatten wir sie defensiv nicht einmal schlecht im Griff, aber sie waren sehr kaltblütig. Und wir waren vor dem gegnerischen Tor zu wenig konsequent und kaltblütig. Mir persönlich verleihen die Tore sicherlich Selbstvertrauen. Alles andere war heute aber einfach nur schade.

Text und Bild: Leroy Ryser

Telegramm:
EHC Visp – SC Langenthal 7:2 (2:2, 2:0, 3:0)
Lonza Arena. – 2991 Zuschauer. – SR: Borga/Fausel, Pitton/Huguet. – Tore: 3. Camperchioli (Ritz, Van Guilder/Ausschluss Clark) 1:0. 6. Van Guilder (Josephs, Camperchioli/Ausschluss Clark) 2:0. 9. Nyffeler (Ausschluss In-Albon!) 2:1. 15. Nyffeler (Dähler, Henauer) 2:2. 28. Burgener (Ranov, Nater) 3:2. 37. Furrer (Berger, Spinell) 4:2. 42. Ritz (Josephs, Camperchioli/Ausschluss In-Albon) 5:2. 53. Van Guilder (Josephs, Dolana/Ausschluss Gerber) 6:2. 56. Haberstich (Burgener, Hofstetter) 7:2. – Strafen: 6mal 2 Minuten und 1x10 Minuten (Steiner) gegen Visp. 7mal 2 Minuten plus 1x5 Minuten (Clark) plus 1x Spieldauerstrafe (Clark) gegen Langenthal. 
Visp: Lory; Camperchioli, Furrer; Wiedmer, Nater; Brantschen, Heynen; Haueter, Steiner; Josephs, Van Guilder, Dolana; Berger, Achermann, Spinell; Burgener, Ritz, Ranov; Haberstich, Brügger, Hofstetter.
Langenthal: Wüthrich; Müller, Christen; Weber, Pienitz; Henauer, Maret; Suleski, Wieszinski; In-Albon, Clark, Melnalksnis; Küng, Kummer, Sterchi; Gerber, Kläy, Walz; Nyffeler, Dähler.
Bemerkungen: Visp ohne Zeiter, Petrig, Riatsch (alle überzählig). SC Langenthal ohne Tschannen, Seydoux (beide krank), Benik, Gyger, Bircher (alle verletzt) und Derungs (gesperrt). 18. Pfostenschuss Kummer. 56. Time-Out Langenthal.


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