SC Langenthal liefert Schweizer Rekord

Der SC Langenthal gewinnt mit 13:1 Toren beim HC Luzern. Damit schreibt der SCL Schweizer Hockey Geschichte: Noch nie fielen 14 Tore, seit der Cup wieder ausgetragen wird.

Grössere Zweifel an einem deutlichen Sieg des SC Langenthal waren rasch abgetragen: Bereits in der dritten Minute trifft Alain Bircher gegen die Innerschweizer zum 1:0, assistiert durch einen Mann, der aus der erweiterten Region zum SCL gestossen ist: Fabio Kläy, der von der EVZ Academy zurück nach Langenthal gewechselt ist.
Das ganze Spiel über lieferte Langenthal Torszenen zuhauf.

Schnell abgesetzt
«Wir wollen dem Publikum Action bieten», versprach SCL-Stürmer Robin Nyffeler im Vorfeld des Duells. Und die Besucher sollten auf ihre Kosten kommen: Unaufhaltsam greift der SC Langenthal ab der ersten Sekunde an, während der HC Luzern nur selten in der Langenthaler-Defensivzone zu finden ist. Immerhin gelingt dem Heimteam ein – zu diesem Zeitpunkt noch wichtiger – Treffer: Als Simon Zumbach zum 1:2 einschiesst, wird der Treffer als kleiner Triumph bejubelt. Tatsächlich fassen die Innerschweizer noch einmal Mut.
Doch der durch den Anschluss getankte Mumm zerfällt bald wieder, denn mit zwei Power-Play-Toren setzt sich das Team von Trainer Jeff Campbell umgehend ab.

Langenthal mit Stängeli im Visier
Irgendwo im Reich der Theorie – und in den kühnsten Träumen – ist zu Beginn des Mitteldrittels noch eine Rückkehr ins Spiel möglich, wenn auch alles andere als Wahrscheinlich. Immerhin ein frühes 2:4 könnte noch etwas Spannung zurückbringen.
Doch SCL-Captain Stefan Tschannen ist da anderer Meinung: In der 22. Minute trifft er zum 5:1, womit auch die allerletzte Chance für den HC Luzern zunichte gemacht ist. Im Grund unterscheiden die beiden Teams fast drei Ligen: Der SCL ist amtierender Meister der Swiss League, während Luzern in dieser Saison neu in die 1. Liga aufgestiegen ist. Entsprechend deutlich ist der Unterschied auch im mittleren Abschnitt: Fünf verschiedene Spieler reihen sich in die Skorerliste ein.

Langenthal auf Rekordjagd
Die bisher höchsten Siege seit der Wiedereinführung des Cups liegen bei 13:0 (Kloten gegen Rheintal in der vergangenen Saison) sowie zweimal einem 12:1 (Biel gegen Wiki in der Saison 2015/16 sowie Biel gegen Franches-Montagnes in der Saison 2014/15).
Länger sieht es im Schlussdrittel danach aus, als würde der SC Langenthal nicht an diesen Bestwerten kratzen – auch nach dem 10:1 durch Captain Stefan Tschannen geschieht längere Zeit nicht mehr in diese Richtung … bis in der 55. Minute ein Doppelschlag von Joey Benik und Vincenzo Küng das zweithöchste Cup-Ergebnis auf die Anzeigetafel malen und als Fabio Kläy 19 Sekunden vor Schluss zum 13:1 trifft, ist zwar nicht der höchste Sieg erzielt, dafür aber das torreichste Spiel mit 14 Treffern.

Stimmen zum Spiel
SCL-Stürmer Stefan Tschannen: «Wir wussten nicht genau was uns erwartet, wir bereiteten uns gut darauf vor, danach war ein rechter Klassenunterschied vorhanden. Es war klar, dass wir siegen mussten, sie schlugen sich tapfer, aber zuletzt war es mehr als deutlich.» Und zum Meisterschaftsstart: «Wir freuen uns darauf, dass es losgeht, es war eine lange Vorbereitung. Es ist sicher nicht eine einfache Startphase mit den ersten paar Gegnern, doch dann sehen wir, wo wir stehen.»
SCL-Goalie Philip Wüthrich: «Wir konnten den Pflichtsieg holen und waren oft in der Offensive. Das mit dem Schweizer Rekord war uns nicht bekannt, wir haben auch nicht darauf hingespielt.»

Text und Foto: Daniel Gerber

HC Luzern – SC Langenthal 1:13 (1:4, 0:5, 0:4)
Regionales Eiszentrum. – 551 Zuschauer. – SR: Lemelin/Gianinazzi, Bichsel/Ammann. – Tore: 3. Bircher (Kläy, Gerber) 0:1. 8. (7:36) Benik (Clark) 0:2. 9. (8:40) Zumbach (Maurenbrecher) 1:2. 11. Küng (Tschannen/Ausschluss Holinger) 1:3. 16. Benik (Kläy/Ausschluss Spinner) 1:4. 22. Tschannen (Andersons, Küng) 1:5. 24. Sterchi (Pienitz) 1:6. 28. Derungs (Benik) 1:7. 33. Andersons (Tschannen) 1:8. 37. Küng (Clark) 1:9. 47. Tschannen (Bircher) 1:10. 55. (54:14) Benik 1:11. 55. (54:47) Küng (Tschannen, Andersons) 1:12. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Luzern. 6mal 2 Minuten Minuten gegen Langenthal. 
HC Luzern: Gadient (28. Keller); Dünner, Kuster; Hodel, Martschini; Niederhäuser, Thöny; Peterhans; E. Guidon, Burkart, Hollinger; Spinner, Matter, Portmann; Maurenbrecher, Gabathuler, Zumbach; Frei, Horvath, Santer; G. Guidon.
SC Langenthal: Wüthrich (28. Hughes); Müller, Christen; Weber, Pienitz; Gerber, Maret; Bircher; Benik, Clark, Sterchi; Tschannen, Küng, Andersons; Henauer, Kläy, Derungs; Gyger, Nyffeler, Walz; Melnalksnis.


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SA, 21.09.2019 20:00 Uhr, Güttingersreuti
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