Schlagzeuger will den Ton angeben


Der 26-Jährige Verteidiger Mathieu Maret sorgt im Oberaargau nur auf dem Eis für «Musik». Sein Schlagzeug hat er nämlich daheim gelassen, auf dem Eis aber will er sich als Taktgeber durchsetzen.

Arnaud Montandon, Pierrick Pivron, Aurélien Marti – in den letzten Jahren spielten immer wieder diverse Eishockeyspieler mit „welschem“ Hintergrund beim SC Langenthal. Mathieu Maret fällt daher keineswegs aus dem Bild. Der 26-Jährige Verteidiger ist in Monthey geboren und spielte lange Zeit für Sierre. „Ein bisschen Deutsch kann ich aber schon“, sagt Maret und verweist auf sein Engagement in Davos. Dort hat er in seinen letzten Jahren der Juniorenzeit gespielt, ehe er einen sechsmonatigen Sprach- und Eishockeyaufenthalt in Austin, in Amerika, dazwischen schob. „Das war schon ganz speziell. Technisch war die Liga nicht so gut wie die Swiss League. Aber physisch wurde auf dem kleineren Eisfeld sehr hart gespielt“, erinnert sich Maret. Diese Erfahrung habe ihn ungemein weitergebracht. Vor allem auch weil er dort niemanden kannte und erst die Sprache besser lernen musste.

Eine andere Kultur
Ähnliches erwartet ihn nun beim SC Langenthal. Denn hier kennt er nur gerade Torhüter Marco Mathis – ansonsten sind ihm seine neuen Mitspieler eher unbekannt. „Ich freue mich auf diese Herausforderung und auch darauf, neue Menschen kennenzulernen. Die Kultur ist schon etwas anders als in der Romandie“, sagt er, der bisher vorwiegend in der Westschweiz bei Teams wie Ajoie, Fribourg und Martigny spielte. „Aber Langenthal ist ein herausragend organisierter Verein. Und zudem kann man hier bei einem Top-Team spielen und sich weiterentwickeln“, erklärt er weiter. Passend dazu hat er auch das Ziel National League noch nicht abgehackt. Weiterhin besteht die Hoffnung, dass er in die höchste Liga zurückkehren kann.
Dafür muss Maret noch ein bisschen zulegen. Und dies – trotz USA-Aufenthalt – auch in der Aggressivität. „Ich bin vom Typ her eher ein ruhiger Spieler. Auf und neben dem Eis“, sagt der Verteidiger. Ein bisschen mehr Energie vor dem eigenen Tor würde ihm zweifellos gut tun, findet er selbst. Daneben kann er sich aber auch wegen dieser Ruhe rühmen lassen. Am Puck scheint er sicher, sein erster Pass ist meist erfolgreich und genau. Auch deshalb will der Romands unter Per Hånberg künftig die Musik machen oder mitbestimmen. Als passionierter Schlagzeug-Spieler geradezu ideal. „Das wäre das Ziel, hier eine wichtige Rolle zu übernehmen“, sagt Maret. Das Talent jedenfalls bringt er mit – wohl auch bei der Musik. „Ich kann problemlos eine Stunde auf dem Schlagzeug spielen. Das begeistert mich“, erklärt er. Dennoch hat er sein Instrument zu Hause gelassen. Auch um die Ohren der Nachbarn zu schonen und deren Schlafzeit nicht zu stören. Und deshalb gibt er künftig wohl doch „nur“ auf dem Eis den Ton an. 


Text & Bild: Leroy Ryser


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Dienstag, 14.08., 19.45 Uhr, Rapperswil
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