SCL nach engem Spiel out

Der SC Langenthal verliert nach einem 2:0-Vorsprung mit 2:3 Toren. Nach dem vergeblichen Aufbäumen geht die Serie mit 1:4-Siegen verloren. Im Halbfinale geht die Saison des SCL zu Ende.

Erneut zeigten die beiden Mannschaften ein äusserst enges Duell. Und auch diesmal ging ein Team in Führung, nur um diese sich dann wieder rauben zu lassen. Diesmal lag der SC Langenthal zuerst vorne, dies mit 2:0-Toren. Doch mit einem Doppelschlag kurz vor der zweiten Pause gelang dem EHC Olten der Ausgleich. Im Schlussdrittel gelang zur Drittelsmitte Anthony Rouiller der Siegtreffer.
Alle fünf Spiele zwischen den beiden Derbypartnern endeten mit einem Tor unterschied.

Dal Pian trifft früh, Tschannen spät
Der SC Langenthal startet mit einem Paukenschlag: In der vierten Minute verwertet Giacomo Dal Pian einen Abpraller nach einem Schuss von Jeffrey Füglister. Der SCL drückt weiter und steht dem 2:0 näher als der EHCO dem 1:1. Doch in einer Phase, in der Olten von der Minute 10:50 bis 15:27 rund viereinhalb Minuten fast durchgehend in Unterzahl spielt, davon 68 Sekunden gleich mit zwei Mann weniger, gelingt dem SCL kein Treffer.
Dennoch liegt Langenthal zur ersten Pause mit zwei Toren vorne; dies nachdem Captain Stefan Tschannen 17 Sekunden vor der Pause die Scheibe einem Oltner-Verteidiger abluchst, diesem enteilt und zur 2:0-Führung einschiesst.

Haas trifft aus dem Gewühl
Im Mitteldrittel kommt auch der EHC Olten zu einer doppelten Überzahl. Diese dauert sogar 107 Sekunden. Der Oltner Druck ist gewaltig, doch aufrecht und tapfer steht der SCL im sportlichen Gegenwind und übersteht die harte Druckphase dank etlichen Blocks und der ein und anderen Parade von Goalie Marco Mathis.
Doch dann jubelt der EHCO doch noch - und dies gleich zweimal. Denn während das erste Drittel dem SCL gehört, dreht das Team aus der Dreitannenstadt im zweiten Abschnitt deutlich auf. Zuerst stochert Lukas Hass nach einem Gewühl die Scheibe über die Linie zum 1:2-Anschluss für seine Mannschaft. Und auch das zweite Tor wird richtiggehend ins Gehäuse hineingearbeitet. Diesmal ist es Brian Ihnacak, der die Scheibe über die Linie drückt.

Vergeblich aufgebäumt
Im Schlussdrittel kämpft der SC Langenthal darum, den Sieg zu holen. Doch zuletzt ist es Anthony Rouiller, dem es gelingt, Marco Mathis in der 49. Minute zu überwinden. Der SCL strebt zwar nach dem Ausgleich, doch vergeblich. Für kurze Zeit tritt Langenthal sogar mit einem Mann mehr an, anstelle von Marco Mathis. Doch wegen einer Strafe muss der SCL-Keeper bald wieder ins Tor zurückkehren. Statt einer Schlussoffensive muss der SCL vor allem verteidigen. Zuletzt zeigt Langenthal zwar noch eine Torszene, der Puck fällt aber nicht mehr rein.

Stimmen zum Spiel
SCL-Captain Stefan Tschannen: "Es war eine Serie, wie wir sie erwartet haben, dass jedes Spiel eng und umkämpft ist. Dass es nun 1:4 für sie steht, ist schwer zu begreifen. Die Erklärung ist, dass sie im richtigen Moment die Tore machten. Wenn wir das Spiel im Griff hatten, trafen sie. Wir haben sie immer im Spiel gelassen. Sie brauchten nur ein, zwei Tore zum Ausgleichen. Unsere Druckphasen dauerten manchmal lange. Wenn wir da noch ein, zwei draufsetzen hätten können, hätten wir nicht noch den Ausgleich kassiert. Für uns war es auch interessant und cool, wenn die Spiele so eng sind. Es ist aber nicht immer einfach, wenn es in die Verlängerung geht. Dann ist Druck da. Wenn man da als Sieger rausgehen kann, sind das Momente, die einem bleiben. Doch es fiel in der Regel nicht für uns. Ich glaube nicht, dass einer von uns rechnete, dass es heute zu Ende geht, ich sagte vorhin zu Brent, dass ich mich frage, ob das nun wirklich passiert ist. Wenn man die Saison nicht gewinnt, ist immer zuerst eine Leere da. Die Erwartungen sind gestiegen, von aussen und innen. Das Ziel war, das Finale erreichen. Man will immer gewinnen, sonst muss man gar nicht spielen."
SCL-Trainer Per Hanberg: "Unser erstes Drittel war sehr gut. Wir waren aggressiv, es waren 18:5 Schüsse. Es sah aus, als würden wir siegen. Dann trafen wir nicht mehr, wir skorten nicht mehr und waren zu passiv. Es ist eine Leerheit, man hat täglich so viel Adrenalin, das nächste Training, das nächste Spiel. Im Moment betrübt für die Spieler, die Fans und den Club, dass nicht im Finale, ich gab mein Herz und alles. Doch in diesem Jahr haben wir es nicht geschafft. Aber ich bin hungrig für nächste Saison. Dann haben wir die Chance, besser zu spielen. Wir hatten viele Verletzungen mitten in der Saison. Wir haben vieles geschafft, der zweite Rang war gut. Die Jungs haben das gut gemacht, wir zeigten gute Spiele gegen Olten, Ajoie, Rapperswil, doch die Tore zum das Finale erreichen fehlten. Ich will die Spieler glücklich sehen. Doch nächste Saison haben wir eine neue Chance. Ich bin froh, dass so viele Fans gekommen sind, sie haben das Beste gegeben um uns zu helfen, wir werden zurückkehren."
SCL-Verteidiger Philipp Rytz: "Wir hatten das Spiel im Griff, doch dann erhielten wir zwei dumme Tore und sie kamen auf. Das darf nicht passieren. In der Serie hatten wir manchmal solche Momente."

249. Spiel von Yves Müller - fürs Geschichtsbuch
249. Spiel von Yves Müller: Yves Müller trug zum 249. Mal das SCL-Trikot in einem Meisterschaftsspiel - und steht somit vor seinem Jubiläumsspiel.

Text: Daniel Gerber
Foto: Leroy Ryser

SC Langenthal - EHC Olten 2:3 (2:0, 0:2, 0:1)
Schoren. - 3828 Zuschauer. - SR: Müller/Tscherrig, Rebetez/Wermeille - Tore: 4. Dal Pian (Füglister) 1:0. 20. (19:43) Tschannen 2:0. 34. Haas (Chiraiaev, Bagnoud) 2:1. 36. Ihnacak (Rouiller) 2:2. 49. Rouiller 2:3. - Strafen: 5mal 2 Minuten plus 1mal 10 Minuten (Rytz) gegen Langenthal. 4mal 2 Minuten gegen Olten. 
SC Langenthal: Mathis; Rytz, Cadonau; Müller, Völlmin; C. Gerber, Pienitz; Ahlström; Tschannen, Karlsson, Kelly; Schommer, Dünner, Kummer; Füglister, Dal Pian, Rüegsegger; Gerber, Hess, Leblanc; Trüssel. 
EHC Olten: Mischler; Grieder, Rouiller; Bucher, Lüthi; Fröhlicher, Zanatta; Bagnoud, Aeschlimann; Horanksy, Ihnacak, McClement; Wyss, Chiraev, Haas; Muller, Mäder, Ulmer; Huber, Schneuwly, Hirt. 
Bemerkungen: SC Langenthal ohne Campbell, Marti (beide verletzt), Pivron, Malgin und Christen (alle überzählig). EHC Olten ohne Truttmann (verletzt), Sharp, Barbero, Heughebaert, Rexha und Sahli (alle überzählig). 13. Lattenschuss Tschannen. 57. Time-Out Langenthal. 58:43-59:00 und 59:32-60:00 Langenthal ohne Goalie Mathis anstelle eines sechsten Feldspielers. 


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Dienstag, 14.08., 19.45 Uhr, Rapperswil
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FR, 20. April, 20.15 Uhr, Eishalle Schoren
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