Der SC Langenthal bezwingt Visp

Der SC Langenthal schafft dank einem 4:2-Sieg auswärts in Visp die Halbfinalqualifikation. Trotz einem herausragenden Start müssen die Oberaargauer bis zuletzt noch zittern. Nun ist die Vorfreude auf die Halbfinals aber bereits gross.

Mit unvergleichbarer Wucht hat der SC Langenthal das sechste Viertelfinalspiel gestartet. Ansonsten war es eigentlich eher der EHC Visp, der als Schnellstarter bekannt war, nun aber trumpfte der SCL und seine erste Linie ganz gross auf. Schon in der vierten Minute konnten die Oberaargauer ein erstes Mal jubeln, als Stefan Tschannen nach einem Schuss von Brent Kelly von einem Abpraller profitierte. Gleiches galt in der siebten Minute dann für Kim Karlsson. Kelly schoss, scheiterte, bereitete damit aber den Treffer von Kim Karlsson vor. Langenthal führte damit schon früh mit 2:0 und kontrollierte die Partie gegen phasenweise übermotivierte Visper. Dass in der 19. Minute auch noch das dritte Tor folgte war wenig überraschend, vor allem aber wunderschön. Die Langenthaler hatten die Visper nach allen Regeln der Kunst ausgespielt, bis Stefan Tschannen vor dem leeren Tor die Scheibe annehmen und zum 3:0 einschieben konnte.

Visp nicht zurückkehren lassen
Dass die Visper übermotiviert waren, zeigte sich auch im zweiten Drittel immer mal wieder. Das wiederum führte zu Strafen, die es dem SCL vereinfachten, das Spiel zu kontrollieren. Das gelang der Mannschaft von Per Hånberg ziemlich gut. Die Walliser kamen nur selten vor das gegnerische Tor, gefährlich wurde es kaum. Bemängeln konnte man in dieser Phase einzig die Chancenverwertung, unter anderem in Überzahl. Zu stark konzentrierten sie sich ganz offensichtlich auf das Verhindern von Gegentoren, welche den Vispern womöglich Mut hätte bringen können.

Kurzzeitiges Zittern
Obwohl es im letzten Drittel sehr lange, sehr ruhig war, wurde es zum Schluss so richtig hektisch. Als der SC Langenthal nämlich zwei Strafminuten in sehr kurzer Zeit kassierte und die Visper in doppelter Überzahl agieren konnten, gelang den Gastgebern tatsächlich ein Doppelschlag. Die Tore von Dan Kissel (schön herausgespielt in doppelter Überzahl) und Andy Furrer (kurz nach Ablauf der zweiten Strafe) führten zum 2:3, welches den Fans und den Spielern des EHC Visp noch einmal Mut einflösste. Damit sollten es für den SC Langenthal mehrere ganz unangenehme Minuten geben.
Es bedurfte dann auch ein bisschen Glück, dass Nico Dünner eine Minute vor Schluss im eigenen Drittel die Scheibe übernehmen und aufs leere gegnerische Tor zugehen konnte. Sandro Wiedmer schoss ihm die Scheibe in die Beine, sodass Dünner die Partie nach kurzzeitiger Zitterpartie doch noch für den SC Langenthal entschieden hatte. Die Oberaargauer schaffen damit nach sechs Spielen die Halbfinalsqualifikation und bezwingen den EHC Visp mit 4:2-Siegen.

Stimmen zum Spiel:
Stefan Tschannen: Wir haben am Ende der Partie mehrmals Dinge getan, die wir sonst nie tun würden - da waren wir in dieser Serie spezialisiert. Aber heute waren zwei Drittel wirklich sehr gut. Im zweiten waren wir vielleicht etwas weniger effizient, aber der Gegner hatte in dieser Zeit gerade mal eine Chance. Man hat in dieser Serie gesehen, dass wir in den Spielen immer besser waren, wenn wir keine dummen Strafen kassiert haben. Das war in den letzten beiden Spielen ein wichtiger Punkt. Und jetzt freuen wir uns natürlich auf das Halbfinale, nur schon das ist nicht selbstverständlich. Gerade für die Region ist das Duell gegen Olten aber top.
Nico Dünner: Es wäre zweifellos nicht nötig gewesen, dass wir noch zittern mussten. Bei je fünf Feldspielern waren wir in dieser Serie besser. Dumme Strafen mag es einfach nicht leiden. Dass wir dann etwas nervös wurden war sicherlich auch menschlich. Dass wir den Fokus dennoch halten konnten war sicherlich wesentlich. Jetzt freuen wir uns natürlich auf das Halbfinale. Eigentlich ist es ja egal, gegen wen wir spielen, dass es aber Olten ist, bietet uns bestimmt Extramotivation.Auch dort wird es bestimmt wichtig sein, keine dummen Strafen zu nehmen - gerade in diesem Duell werden die beiden Spielorte wohl zur Hölle für die Gegner werden.

Seitenblick - Olten gewinnt mit 4:1 - Derby ist perfekt
Weil auch der EHC Olten seine Serie mit 4:2 Siegen gewinnen konnte, ist das Derby im Halbfinale nun perfekt. Daneben werden mit Rapperswil und Ajoie die beiden schon länger fürs Halbfinale qualifizierten Teams ebenfalls aufeinandertreffen.

Text und Foto: Leroy Ryser

EHC Visp - SC Langenthal 2:4 (0:3, 0:0, 2:1) 
Litterna-Halle. - 3872 Zuschauer. - SR: Müller/Ströbel, Cattaneo/Dreyfus. - Tore: 4. Tschannen (Kelly) 0:1. 7. Karlsson (Kelly, Tschannen) 0:2. 19. Tschannen (Kelly, Karlsson/Ausschluss Kissel) 0:3. 53. Kissel (Dolana, van Guilder/Ausschlüsse Pienitz und Ahlström) 1:3. 55. Furrer (Camperchioli, Altorfer) 2:3. 59. Dünner (ins leere Tor) 2:4. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen den EHC Visp. 3mal 2 Minuten gegen den SC Langenthal. 
EHC Visp: Lory; Wiedmer, Heynen; Camperchioli, Nater; Rampazzo, Wolf; Kissel, Van Guilder, Furrer; Dolana, Achermann, Altorfer; Burgener, Ritz, Sturny; Alihodzic, Vold, Portmann; Valenza, Schmidli.
SC Langenthal: Mathis; Rytz, Cadonau; Ahlström, Völlmin; C. Gerber, Pienitz; Christen; Tschannen, Karlsson, Kelly; Füglister, Dünner, Kummer; T. Gerber, Dal Pian, Leblanc; Schommer, Malgin, Rüegsegger; Hess.
Bemerkungen: EHC Visp ohne Djerrah, Dubois, Lindemann und Thibaudeau (alle verletzt). SC Langenthal ohne Pivron, Marti (beide verletzt) Campbell und Trüssel (beide überzählig). 49. Time-Out Langenthal. 59. Time-Out Visp. 58:22-58:54 und 59:36-60:00 Visp ohne Goalie Lory anstelle eines sechsten Feldspielers.


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