Eine grosse Saison geht zu Ende

215 Tage dauerte die Saison des SC Langenthal. Mit der 0:2-Niederlage gegen Ambri und damit dem 0:4 in der Liga-Qualifikation geht die lange und schöne Saison nun zu Ende.

Die Spiele zwei, drei und vier gleichen sich: Im Startdrittel fällt nur ein Tor – in den Spielen zwei und drei geht jeweils Langenthal in Führung, im vierten Match nun sind es die Südschweizer, die nach zwanzig Minuten vorne liegen. Und wie in den beiden vorangegangen Partien fällt auch im Mitteldrittel nur ein Treffer. Diesmal jedoch nicht zum Ausgleich: Ambri erhöht kurz vor Drittelsende auf 2:0.
Da dem SCL kein Tor gelingt, reichen die beiden Ambri-Tore zum Liga-Erhalt. Doch der Reihe nach:

Ambri mit Blitzstart
Ambri will den Sack unbedingt zumachen. Das kündigte Biancoblu-Routinier Sven Berger schon wenige Minuten nach dem Ende des dritten Spiels an. Nun legen die Tessiner gleich zu Beginn zügig los. Innerhalb der ersten zehn Sekunden schiessen Noele Trisconi und Christian Stucki auf das Tor. Und nach einem verlorenen Bully gelangt die Scheibe von Mark Bastl zu Roman Hrabec, der aus der Distanz ins rechte, hohe Eck trifft – dies noch bevor die ersten fünf Minuten verstrichen sind.
Und nur wenig später scheint sich erneutes Ungemach vor dem SCL aufzutürmen: Der NLB-Meister muss während 74 Sekunden in doppelter Unterzahl antreten. In einem soliden Box-Play wird diese Situation jedoch gemeistert.
Nach dem Startfurioso der Tessiner findet Langenthal den Weg ins Spiel und hält den Gästen durchaus entgegen.

Tessiner erhöhen nach Wechselfehler
Zum Start des Mitteldrittels kommt der SC Langenthal dem Ausgleich nahe. Zuerst dribbelt sich Nico Dünner sehenswert an der Hintermannschaft der Tessiner vorbei. Doch dann landet sein Abschlussversuch am Pfosten.
Und kurz darauf kann der SCL kurz nacheinander gleich zu zwei Power-Plays antreten, ohne dass aber eines genutzt wird.
Nach einem Langenthaler Wechselfehler können gleich zwei Ambri-Spieler mit Vorsprung über den Flügel ins Drittel des Berner Teams preschen. Den ersten Abschlussversuch kann SCL-Goalie Marco Mathis noch abwehren, doch dann ist die Scheibe drin – die Tessiner führen 2:0.

Rückkehr gelingt nicht mehr
Im dritten Drittel kämpft der SC Langenthal noch einmal um den Anschluss und den möglichen Ausgleich. Doch es gelingt nicht mehr, die Saison noch zu verlängern, auch wenn Jeffrey Füglister zur Drittelsmitte noch gefoult wird und einen Penalty zugesprochen erhält. Ambri-Keeper Sandro Zurkirchen hält jedoch und auch die anderen Abschlussversuche führen nicht mehr zum Torerfolg.
Und so beendet der SCL die Meisterschaft 2016/17 in der Liga-Qualifikation nach vier Spielen – das Ziel Halbfinale ist somit deutlich überboten worden.

Stimme zum Spiel
SCL-Captain Stefan Tschannen: «Ich war noch enttäuscht wegen der Niederlage, bis der Präsident und der Geschäftsführer in die Garderobe kamen und sagten, dass es noch nie eine so gute Saison gegeben hat. Es war die Souveränste mit einem Punkterekord. Das 0:4 schmerzte. Ich bin überzeugt, dass ein Sieg verdient gewesen wäre.»
Ambri-Stürmer Mark Bastl: «Es ist eine grosse Erleichterung. Es war eine Serie, die nicht einfach war. Es lastete viel Druck auf uns. Langenthal hatte die Chance, das ein und andere Spiel zu gewinnen. Unser Goalie hielt gut und in den Verlängerungen hatten wir auch etwas Glück. Wir beenden die schwere Saison nun positiv, wir hatten in der ganzen Saison nie vier Spiele nacheinander gewonnen.»

SCL «überlebt» 20 Clubs – fürs Geschichtsbuch
215 Tage: Die Saison des SC Langenthal erstreckte sich über 215 Tage, vom 10. September 2016 bis zum 13. April 2017.
SCL «überlebt» 20 Clubs: Nur noch 4 Teams der 24 Nationalliga-Clubs sind/waren im Rennen. Der SCL hat fast alle Mannschaften «überlebt». Die Rangierung erfolgt in chronologischer Reihenfolge des Saisonendes der Teams (bei gleichem Datum entscheidet das Alphabet): SC Rapperswil-Jona Lakers, HC Davos, HC Fribourg, HC Lugano, EHC Kloten, SCL Tigers, ZSC Lions, HC Ajoie, EHC Biel, HC La Chaux-de-Fonds, Lausanne HC, Servette-Genf, EHC Olten, Red Ice Martigny, EHC Visp, Hockey Thurgau, EHC Winterthur, EVZ Academy, Ticino Rockets und die GCK Lions.

Text: Daniel Gerber
Foto: Leroy Ryser
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