Der SC Langenthal ist NLB-Meister

In einem höchst unterhaltsamen Spektakel mit neun Toren bezwingt der SC Langenthal den SC Rapperswil-Jona Lakers mit 5:4 Toren. Der SCL holt den Titel nach einem 0:1-Rückstand.

Ein Früher Rückstand in der dritten Minute und den Siegtreffer zwei Minuten vor Schluss – und das Ganze im siebten Spiel – der SC Langenthal zeigt eine höchst spektakuläre Finalissima. Insbesondere das Schlussdrittel hat es in sich: In diesem fallen nicht weniger als sechs Tore.
Der Reihe nach:

Früher Rückstand
Schon früh kassiert der SC Langenthal eine Zwei-plus-zwei-Minuten-Strafe. Corsin Casutt spielt die Scheibe vor das Tor, unglücklich prallt sie an den Schlittschuh von SCL-Keeper Marco Mathis und überquert die Linie zur 1:0-Führung der Rapperswil-Jona Lakers.
Die restlichen 17 Minuten des Drittels rennt das Team von Trainer Jason O’Leary dem Rückstand hinterher. Die St. Galler kommen zu weiteren guten Chancen, ohne dass sich aber Mathis überwinden lässt.

Früher Ausgleich
Der SCL kann kurz nach dem Beginn des Mitteldrittels während 47 Sekunden in doppelter Überzahl antreten. In der Sekunde, in der der eine der beiden Lakers zurück aufs Feld kann, gelingt SCL-Captain Stefan Tschannen der Ausgleich.
Und Jeffrey Füglister trifft rund drei Minuten später zur Führung. Im Mitteldrittel zeigt sich der SCL deutlich stärker als im ersten Abschnitt.

Frühe Erhöhung der Führung
Kaum hat das Schlussdrittel begonnen, scheint es, als sei der Sieg vorgespurt. Nach der Vorarbeit von Jeffrey Füglister und Claudio Cadonau liegt Langenthal sogar 3:1 vorne. Erinnerungen werden wach an das erste Finale im Jahr 2012. Damals wurde der SCL Meister, nachdem er scheinbar nur gering gefährdet ein 4:1 über die Runden brachte. Doch elf Sekunden später ist diese Rückbesinnung weggeblasen: Alex Hutchings trifft zum Anschluss.

Später Siegestreffer
Ein offener Schlagabtausch folgt. Philipp Rytz erhöht auf 4:2 – doch 53 Sekunden später sind die Lakers wieder da und rund fünf Minuten später fällt der Ausgleich, nachdem Langenthal fast eine halbe Stunde lang vorne gelegen ist.
Dann aber, in der zweitletzten Minute, kann Pierrick Pivron nach einem öffnenden Pass von Marc Kämpf alleine in Richtung Melvin Nyffeler fahren. Prompt gelingt ihm das Tor, das den Sieg im Spiel und damit in der Serie bedeutet – und dem SCL den NLB-Titel sichert.

Stimme zum Spiel
SCL-VR-Präsident Stephan Anliker: «Die Freude ist unheimlich gross und auch die Erleichterung. Es braucht viel Beharrlichkeit, Glück und eine optimale Zusammenstellung des Teams. Es ist ein grosser Verdienst von allen.»
SCL-Stürmer Marc Kämpf: «Es ist unglaublich. Es war ein Auf und Ab. Doch wir glaubten daran und gaben nie auf.» Und wird nun gefeiert oder geht’s gleich ab ins Bett um gegen Ambri bereit zu sein? «Wir schauen was auf uns zukommt. Es sind Details, die entschieden haben. Beide Teams wollten es unbedingt, es war eine Super-Leistung beider Teams.»
SCL-Assistenz-Trainer Noël Guyaz: «Es ist absolut verdient. Wir zeigten das ganze Jahr über eine hervorragende Leistung. Wir haben immer daran geglaubt und sind unseren Weg immer gegangen. Heute wird noch etwas gefeiert, das haben wir mehr als nur verdient. Doch am Donnerstag sind wir bereit.»

100. Montandon-Spiel – fürs Geschichtsbuch
100. Montandon-Spiel: Arnaud Montandon trug sein 100. Meisterschaftsspiel für den SC Langenthal aus – somit tritt er in den «100er-Club» ein, er ist der 54. Spieler der diese Marke erreicht, seit der SCL wieder in der NLB spielt.
SCL «überlebt» 20 Clubs: Nur noch 4 Teams der 24 Nationalliga-Clubs sind im Rennen. Der SCL hat fast alle Mannschaften «überlebt». Die Rangierung erfolgt in chronologischer Reihenfolge des Saisonendes der Teams (bei gleichem Datum entscheidet das Alphabet): SC Rapperswil-Jona Lakers, HC Davos, HC Fribourg, HC Lugano, EHC Kloten, SCL Tigers, ZSC Lions, HC Ajoie, EHC Biel, HC La Chaux-de-Fonds, Lausanne HC, Servette-Genf, EHC Olten, Red Ice Martigny, EHC Visp, Hockey Thurgau, EHC Winterthur, EVZ Academy, Ticino Rockets und die GCK Lions.

Text: Daniel Gerber
Foto: Leroy Ryser
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DI, 26.09., 20:00, Schoren
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